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Schwitzhütten-Zeremonie

 

Die indianische Schwitzhütten-Zeremonie (Inipi) ist eines der ältesten Reinigungsrituale für Körper, Geist und Seele, in der wir uns selbst als Teil der Natur erfahren.

 

Bevor wir in die Schwitzhütte gehen, knüpfen wir gemeinsam Gebetsbeutel (Tabacco-Ties) und bereiten uns damit innerlich auf die Inipi-Zeremonie vor.

 

Kleine Tabakmengen werden zusammen mit Dank, Bitten und Gebeten in kleine Baumwoll-Läppchen zu Tabacco-Ties gebunden. Im Anschluss an die Inipi werden sie in einer Zeremonie dem Feuer übergeben.

 

Die Schwitzhütte besteht aus Weidenruten und wird mit Decken abgedeckt. Die Anordnung des Schwitzhüttenaltars symbolisiert das Zusammenwirken von Mutter Erde, Vater Sonne, Großmutter Mond und dem Lebensbaum, dem zentralen Motiv für den spirituellen Weg der indianischen Kultur.

Das Feuer ist ein spirituelles Feuer, das in bestimmter Art und Weise aufgebaut und entzündet wird. Im Feuer werden Steine (Großväter) erhitzt, bis sie rotglühend sind. Ein Feuermann oder eine Feuerfrau reicht die "Großväter" dann ins Zentrum der Schwitzhütte. Still und andächtig versammeln wir uns um die Steine. Hitze, Gebete und traditionelle Lieder helfen uns, von allem loszulassen, was uns bedrückt und schmerzt.

In diesem Ritual erfahren wir die direkte Verbindung mit der Gemeinschaft aller Geschöpfe, der Erde und des Universums. Ebenso erleben wir uns in unserem tiefsten Selbst und lernen hierbei mehr und mehr unsere Herzensstimme von der des Verstandes zu unterscheiden.

Während der Inipi-Zeremonie kann es zu Erfahrungen kommen, in denen Raum und Zeit transzendent erscheinen, gepaart mit einem Gefühl von unendlicher Weite. Die Zeremonie macht uns Eins mit der Schöpfung.

 

Die Durchführung erfolgt in vier Türen. Während jeder Runde, wenn die Tür geschlossen ist, werden heilige Lieder gesungen, Gebete gesprochen, getrommelt und manchmal werden vom Inipi-Leiter Teachings gegeben. Jede Runde oder Tür kann eine eigene tiefgreifende Bedeutung haben. 

Frauen, die in ihrer Mondzeit (Menstruation) sind, haben einen Sonderstatus und nehmen außerhalb der Schwitzhütte an der Zeremonie teil.

 

 

Bitte für die Zeremonie mitbringen:

 

Badelatschen, bequeme und dem Wetter angepasste Freizeitkleidung, Taschenlampe, Shorts/Badehose, Bekini mit evt. leichtem Baumwollkleid/Sarong und altes Handtuch für die Schwitzhütte, evt. etwas Warmes zum Überziehen nach der Schwitzhütte, kleines Geschenk/give away für den Feuermann/die Feuerfrau und zum Knüpfen der Tabacco Ties: Päckchen Tabak, Bindfaden aus Baumwolle, Schere sowie rote, weiße, gelbe, schwarze, grüne, blaue Baumwollstoffreste - jeweils auf ca. 5 x 5 cm zugeschnitten

 

Empfehlenswert ist auf jegliche elektronische Ablenkung zu verzichten, denn:

 

 „In der Stille geschehen die wundersamsten Dinge… nicht im Lärm der äußeren Ereignisse, sondern in der Klarheit des inneren Sehens und in der leisen Bewegung des Verborgenen.

Wenn der Geist Raum und Zeit annimmt, wird das Herz berührt und die leisen Kräfte beginnen zu wirken." (in Anlehnung an den Philosophen Romano Guardini)

 

... und noch ein kurzer Vorgeschmack ...